Photovoltaik-Stromspeicher – Stagnation oder bevorstehender Boom?


Im Mai dominierte die Nachricht, dass Tesla zusammen mit Lichtblick die Powerwall in die Keller der Deutschen Energiewendefreunde bringt. So soll Sonnenenergie zuhause nicht nur erzeugt, sondern auch gespeichert werden.

Im Juni sprach der BMW-Großaktionär Stefan Quandt davon, den Batteriemarkt mit einem deutschen Konkurrenzprodukt von Solarwatt aufzumischen.

Nun erreicht uns eine Pressemitteilung der DAA, dass im Solarcontact-Index zuletzt sowohl ein rückgehendes Online-Interesse, als auch rückgehende Installationszahlen von PV-Anlagen zu verzeichnen sind. Da die entsprechenden Werte auch im vergangenen Jahr über den Sommer hinweg einbrachen, ist noch nicht von einer bedrohlichen Situation zu sprechen. Viel eher muss mit Spannung die Einführung der beiden oben genannten Produkte erwartet werden. Es ist davon auszugehen, dass sowohl Tesla, als auch Solarwatt den Markt schnell durchdringen und ihre entsprechenden Anteile ausbauen werden.

Hier findet sich der Werbungsfreie Teil der Pressemitteilung der Deutschen Auftragsagentur. Mehr Infos zum Solarcontact-Index kann der Website entnommen werden.

Interesse an PV-Stromspeichern geht zurück

Der Höhenflug von PV-Speichern ist vorerst gestoppt. Auch das Interesse an der Neuinstallation einer PV-Anlage ist in den vergangenen zwei Monaten weiter zurück gegangen. Dies ergab die aktuelle Auswertung des SolarContact-Indexes auf Basis der Anfragedaten des Online-Anbieters DAA GmbH aus Hamburg.

Das in den letzten Monaten von 93 Indexpunkten im April bis auf 130 Punkte im Juni gestiegene Interesse an der Installation eines Solarstromspeichers ist im Juli um 19 Punkte auf einen aktuellen Stand von 111 Punkte gesunken. Damit liegt das Interesse, seinen eigenen PV-Strom speichern zu wollen, immer noch über dem Durchschnitt der zurückliegenden 12 Monate. Angesichts des Preisrutsches für Stromspeicher um rund ein Viertel, kommt dieses Ergebnis dennoch überraschend. Unter Umständen ist die aktuelle Kaufzurückhaltung auf Unternehmensankündigungen zurück zu führen, die die Markteinführung noch deutlich günstigerer Speicher im Herbst diesen Jahres in Aussicht gestellt haben.

Im Gegensatz zum Online-Interesse an PV-Stromspeichern verzeichnete der Bereich „Neuinstallation PV-Anlage“ hingegen einen erneuten deutlichen Rückgang. Während im Mai eine leichte Erholung stattfand und kurzfristig ein Indexstand von 95 Punkten erreicht wurde, sank dieser in den vergangenen zwei Sommermonaten Juni und Juli auf 81 Punkte ab und verzeichnet damit den bisherigen Jahrestiefstand. Dennoch ist hier nicht von einem atypischen Einbruch auszugehen. Denn im Jahresvergleich zeigte sich, dass auch in 2014 die PV-Nachfrage von Mai bis September kontinuierlich zurückging. 

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